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Die Handwerkskammer Münster, gegründet 1900 als Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts, ist zuständig für ca. 24.500 Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Münster mit rund 140000 Beschäftigten, davon 16000 Auszubildenden. In der HWK Münster sind etwa 270 festangestellte Mitarbeiter und 360 Honorarkräfte beschäftigt. Die umfangreichen Kompetenzen im Bereich der beruflichen Bildung konzentrieren sich neben der generellen Förderung der Berufsbildung auf die folgenden Bereiche: Kontaktstelle Ausland seit 2003 mit Durchführung von Gesellen- und Lehrlingsaustauschen sowie Beteiligung an verschieden europäischen Projekten, Meisterausbildung in 32 von 94 Handwerksberufen, überbetriebliche Lehrlingsunterweisung in 32 Ausbildungsberufen, kaufmännische und technische Weiterbildung etc. Seit 1990 umfangreiche EU-Projekterfahrungen in zahlreichen EU-Programmen (COMETT; FORCE; INTERPRISE; PHARE; OUVERTURE; LEONARDO DA VINCI I + II; SOKRATES-GRUNDTVIG; ADAPT, EQUAL) (siehe auch HWK Münster / Projekte
(siehe auch HWK Münster / Projekte).

Die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) ist eine gemeinnützige Service-Einrichtung, getragen von allen deutschen Handwerkskammern zur Förderung der beruflichen Qualifizierung im Handwerk.
In dem Geschäftsfeld Weiterbildung unterstützt die ZWH 565 Berufsbildungszentren in Deutschland, insbesondere durch Entwicklung und Verbreitung von standardisierten Aus-, Fort- und Weiterbildungskonzepten, mit dem Ziel, Qualität zu garantieren, Transparenz durch vergleichbare Lehrgangsinhalte und klare zeitliche Strukturierung zu schaffen und somit berufliche Mobilität zu ermöglichen.
In Partnerschaft mit Bildungseinrichtungen anderer Länder führt die ZWH internationale Projekte im Bereich der Berufsausbildung durch. Dabei spielt der Erfahrungsaustausch über erfolgreiche Maßnahmen, Schwierigkeiten und Zukunftsperspektiven eine wichtige Rolle. Partnerschaften bestehen mit folgenden Ländern: Belgien, Bulgarien, China, Griechenland, Italien, Österreich, Polen, Spanien, Südafrika, Türkei und Ungarn.

Das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) untersucht seit 1951 die speziellen Probleme der Berufsbildung im Handwerk und im Mittelstand. Das FBH ist als Forschungseinrichtung im Deutschen Handwerksinstitut (DHI) für den Themenschwerpunkt „Berufliche Bildung“ verantwortlich. Darüber hinaus ist es in bundesweite Netzwerke zur beruflichen Bildung im Handwerk integriert. Es ist in den Ausschüssen des Deutschen Handwerkskammertags (DHKT) bzw. des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) vertreten. In internationalen Projekten zur Berufsbildungsforschung werden insbesondere Themen wie berufliche Mobilität und Vergleichbarkeit bzw. Anrechnung von Qualifikationen behandelt. Die Erprobung entsprechender europäischer Instrumente – etwa des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) oder des Europäischen Leistungspunktesystems für die Berufliche Bildung (ECVET) – spielt hierbei eine hervorgehobene Rolle.

Die Borgund vidaregaande skole (BVS) in Aalesund (Nordwesten v. Norwegen) ist eine berufsbildende Schule mit ca. 750 Schülern und 180 Beschäftigten in fünf Abteilungen: Elektro, Gesundheit und soziale Berufe, Design und Kunsthandwerk, Bau und Konstruktion, Technik und industrielle Produktion. Insgesamt kann in ca. 200 Berufen ausgebildet werden. In den meisten Berufen vermittelt die Schule über einen Zeitraum von zwei Jahren die Theorie, den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren die Auszubildenden anschließend in Ausbildungsbetrieben. Als größte berufsbildende Schule der Region hat die BVS sehr gute Kontakte zur regionalen Wirtschaft. Die BVS ist Partner der Handwerkskammer Münster im deutsch-norwegischen Austauschprogramm Gjör det. Seit 200 4 findet jährlich ein gegenseitiger Lehrlingsaustausch statt mit jeweils ca. 20 Auszubildenden. Außerdem werden derzeit Leonardo Mobilitätsprojekte mit Spanien und Irland vorbereitet. Die BVS war auch Partner der HWK Münster im Leonardo da Vinci Mobilitätsprojekt für Bildungsverantwortliche „Innovationstransfer zur Vorbereitung einer europäischen Verbundausbildung“.

Die Association Ouvrière des Compagnons du Devoir du Tour de France (AOCDTF) ist aus der Tradition der Gesellenwanderschaft entstanden. Sie unterstützt Berufseinsteiger im Handwerk und Gesellen, die sich auf der Wanderschaft, national und international, weiterbilden möchten. In eigenen Bildungszentren in Frankreich und Europa führt sie in Kooperation mit Betrieben Aus- und Weiterbildung in 23 handwerklichen Berufen durch. 5.200 Lehrlinge werden regelmäßig von Handwerksbetrieben zu Schulungen in die Bildungszentren der AOCDTF entsandt. 3000 Gesellen auf Wanderschaft bilden sich im Rahmen der Organisation weiter. 5.500 Mitarbeiter aus Unternehmen besuchen jährlich die Seminare der AOCDTF.

Zu der Vielzahl internationaler Austauschprojekte gehört auch der jährliche Lehrlingsaustausch im Tischlerhandwerk mit der Handwerkskammer Münster. Bis 2010 sollen alle Azubis, die in Kooperation mit der AOCDTF ihre Ausbildung machen, ein Auslandspraktikum absolvieren. Die AOCDTF war u. a. Partner im Leonardo da Vinci Pilot-Projekt „Apprenti(e)s Europe interactifs“ (www.aei-info.net) zur Steigerung von der Mobilität von Azubis.

Das ROC Midden Nederland ist eines der größten Aus- und Weiterbildungszentren der Niederlande mit über 26.000 Schülern (Bereiche u. a. Tourismus, Wirtschaft, Kunst und Medien, Technologie) und 2200 Beschäftigten. Die Ausbildung dauert je nach Level bis zu 4 Jahre. Sie wird in Voll- oder Teilzeit durchgeführt. Alle Ausbildungsgänge beinhalten praktische Phasen in Betrieben. Das ROC kooperiert mit ca. 800 Betrieben in der Region. Da internationale Beziehungen eine hohe Priorität haben, führt das ROC für seine Schüler über das Programm LL und andere Programme Praktika im Ausland durch. Ebenso werden Auslandsprogramme für die Lehrkräfte organisiert. Auch LEONARDO-Pilotprojekte haben eine große Bedeutung. Das Projekt Placement support (www.placementsupport.com) erhielt den Helsinki Quality Award. Das ROC war Partner der HWK Münster im Leonardo da Vinci Mobilitätsprojekt für Bildungsverantwortliche „Innovationstransfer zur Vorbereitung einer europäischen Verbundausbildung“.

Der Zentralverband des Kolpingwerks Polen ist das Leitungsorgan des Kolpingwerks Polen, das insgesamt 1008 Mitglieder und 36 Kolpingfamilien umfasst. Teil des Kolpingwerks ist auch die Kolpingjugend Polen mit insgesamt 205 Mitgliedern. Neben dem allgemeinen sozialen Engagement des Kolpingwerks und der Kolpingjugend besteht ein besonderes Interesse am Ausbau und der Vertiefung der internationalen Verständigung.
Im Geiste Adolph Kolpings konzentriert sich die Arbeit entsprechend auf die folgenden Schwerpunkte:
  • Soziales Engagement in der Region
  • Berufliche und allgemeine Aus- und Weiterbildung
  • Knüpfen und pflegen internationaler Kontakte und Durchführung von Austauschprogrammen.

Das Lancaster & Morecambe College (LMC) ist ein öffentliches College für berufliche Aus- und Weiterbildung. Es beschäftigt 1000 Mitarbeiter und hat 7500 Studenten. Es wird eine breite Auswahl an betriebsbasierten Lernprogrammen (Lehrlingsausbildung) angeboten sowie Vollzeitkurse im Handwerk. Außerdem verfügt das College über eine eigene Webdesign-Abteilung und hat umfassende Erfahrung in der Entwicklung webbasierter Informationen.
Das LMC nimmt seit vielen Jahren an zahlreichen transnationalen Aktivitäten teil, z. B. in LEONARDO- und Training Bridge-Projekten.
In einem 3jährigen GRUNDTVIG-Projekt wurde ein Online-TOOLKIT für Lehrkräfte entwickelt und bereitgestellt. Infos dazu gibt es unter
www.assetproject.info.